Europäischer Erfinderpreis
Das Europäische Patentamt hat am 14. Juni 2012 im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Kopenhagen den Europäischen Erfinderpreis vergeben. Der Preis wurde 2006 vom Europäischen Patentamt ins Leben gerufen und ist Europas höchste Auszeichnung für Erfinder/innen aus der ganzen Welt. Er wird jedes Jahr in fünf Kategorien verliehen: „Lebenswerk", „Industrie", „KMU", „Forschung" und „Außereuropäische Staaten".
Mit Dr. Josef Theurer war 2012 erstmals ein Österreicher unter den Nominierten. Der Erfinder und Unternehmer gilt als Pionier auf dem Gebiet der Gleisbautechnik und hat in seinem Leben über 1.050 Patente angemeldet. Er ist der Gründer der Firma Plasser & Theurer, die Weltmarktführer für Gleisbaumaschinen ist. Der Preis in der Kategorie „Lebenswerk" ging aber letztendlich an den deutschen Physiker Josef Bille. Der Professor aus Heidelberg gilt als Begründer der Augenlaserkorrekturen.
Jan Tøpholm, Søren Westermann und Svend Vitting Andersen aus Dänemark schufen mit ihren Erfindungen die Grundlagen zur Entwicklung „maßgeschneiderter" Hörgeräte und errangen damit den Preis in der Kategorie „Industrie".
Mit der Erfindung der ersten tragbaren Brennstoffzelle gewann die Firma Smart Fuel Cell aus München den Preis in der Kategorie „KMU". Dr. Manfred Stefener, Gründer der Firma, überzeugte die Jury mit seiner Innovation, durch die Methanol in Elektrizität umgewandelt wird - eine Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung.
In der Kategorie „Forschung" ging der Preis an Dr. Gilles Gosselin und sein Team für ein Medikament zur Behandlung von Hepatitis B.
Ein australisches Erfinderteam konnte den Preis für „Außereuropäische Staaten" entgegennehmen. Die Forschergruppe um Dr. John O'Sullivan entwickelte drahtlose Datenübertragungsnetze, denen wir unseren heutigen Wi-Fi-Standard verdanken.
Weitere Infos zur Preisverleihung in Kopenhagen finden Sie auch auf der Website des Europäischen Patentamtes.






