INVENTUM 2011
Am 26. Jänner wurde im Wiener Ringturm erstmals der österreichische Preis für die Erfindung des Jahres vergeben.
ist ein Kooperationsprojekt des Österreichischen Patentamtes und des Bohmann Verlages.
Fast hundert Patentinhaber/innen haben sich an der Ausschreibung für den österreichischen Erfinderpreis beteiligt. Die Fachjury hat die zehn innovativsten Erfindungen prämiert. Gold geht an die Firma Riegl Laser Measurement Systems GmbH für das Patent mit dem Titel "Vorrichtung und Verfahren zum Messen des Empfangszeitpunktes eines Impulses". Diese Erfindung ist für die Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit von Laserscannern von großer Bedeutung.
Den zweiten Platz im Rennen um die innovativste Erfindung belegt die TU Wien mit dem Patent "Vorrichtung und Verfahren zum Entfernen von Schwebstoffteilchen". Die genannten Teilchen setzten bislang den Turbinen stark zu und generieren hohe Reparaturkosten. Die TU hat eine Art "Entsandungsanlage" entwickelt, die Sandpartikeln aus dem Triebwasser von Wasserkraftwerken entfernt.
Das Austrian Institute of Technology (AIT) errreicht mit seinem "Verfahren zur Aufnahme dreidimensionaler Abbilder" den dritten Platz. Bei dieser Erfindung handelt es sich um einen 3D-Dentalscanner, der die interorale 3D-Vermessung von Zähnen, Zahngruppen und den ganzen Ober- und Unterkiefern erleichtert.
Der Dank und die Anerkennung des Österreichischen Patentamtes geht an alle Preisträger/innen aber auch an die zahlreichen anderen Bewerber/innen. Jede/r Anmelder/in trägt mit ihrer/seiner Innovation nicht nur zum wissenschaftlichen Fortschritt in unserem Land bei, sondern hilft den Wirtschaftsstandort Österreich nachhaltig abzusichern.
Leicht hatte es die Inventum-Fachjury nicht. Galt es doch aus den vielen hervorragenden Anmeldungen die jeweils innovativsten herauszufiltern. Das Spektrum bei den weiteren sieben ausgezeichneten Firmen der Top Ten reicht von der Quantenkryptographie bis zur Prothese, und vom Sitzmöbel bis zum Pixelsensor. Ausschlaggebend für die Aufnahme in die Top Ten war letztendlich die Innovationshöhe der eingereichten Erfindung.
Das Austrian Institute of Technology (AIT) findet sich gleich dreimal unter den ersten zehn Ausgezeichneten. Die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung Österreichs fördert mit ihren Innovationen seit Jahren den wissenschaftlichen Fortschritt unseres Landes. Neben dem 3-D Dentalscanner, der Bronze gewann, schaffte es das Patent mit dem Titel "QKD-Einrichtung" und der "Resonator-Pixel und Pixel-Sensor" in die Top Ten. Die "QKD-Einrichtung" setzt einen weiteren Schritt in Richtung kommerzieller Nutzung der Quantenkryptographie. Der "Resonator-Pixel und Pixel-Sensor" ermöglicht die Weiterentwicklung von Infrarot-Detektoren und -Kameras.
Viele Erfindungen wurden aus dem Bereich Gesundheit und Medizin eingereicht. So etwa das "Verfahren zur Vermeidung und Behandlung einer Hyperpermeabilität" (einer übermäßigen Durchlässigkeit der Gefäße) der Firma Apeptico Forschung- und Entwicklung GmbH. Das eingereichte zyklische Peptid verspricht ein Verfahren gegen diese lebensbedrohende Krankheit, deren Sterberate immer noch bei 50% liegt.
Von der Firma Camarg OG wurde ein spezielles Sitzmöbel, mit einer integrierten Aufstehhilfe nominiert, welches das Setzen und Aufstehen ohne Kraftanstrengung ermöglicht und dabei ganz ohne Strom auskommt. Auch ein Sprunggelenksprothesenelement der Firma Alphamed Medizintechnik Fischer GmbH ist unter den prämierten Erfindungen. Mit Hilfe dieser Prothese kann eine Präparation des Talusknochens bei weitgehendem Erhalt des Knochenmaterials durchgeführt werden.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde der fleißige Einzelerfinder Dipl.-Ing.Dr. Felix Himmelstoß. Er überzeugte die Jury mit seiner Erfindung "Ein- und Mehrphasige Umrichter mit Spartransformatoren und der Möglichkeit zur Erhöhung der Spannung".






