Nachdem der Jahresbericht 2025 des Österreichischen Patentamts bereits ein klares Plus bei den nationalen Erfindungsanmeldungen gezeigt hat, bestätigt nun auch das Technology Dashboard 2025 (ehemals Patent Index) des Europäischen Patentamts (EPA) den Aufwärtstrend: Die Zahl der europäischen Patentanmeldungen aus Österreich wächst deutlich.
Im Jahr 2025 haben heimische Unternehmen und Erfinder:innen insgesamt 2.253 europäische Patentanmeldungen eingereicht – ein Plus von 5 % gegenüber dem Vorjahr und ein Wachstum über dem EU- und dem weltweiten Durchschnitt. Damit liegt Österreich weltweit auf Platz 16 – pro Kopf sogar auf Platz 8. Weltweit kommen mit Abstand die meisten europäischen Patentanmeldungen von Unternehmen aus den USA (47.008), gefolgt von Deutschland (24.476) und China (22.031). Die anmeldestärksten EU-Länder in den Top 10 sind neben Deutschland auch Frankreich (10.932), die Niederlande (7.006) und Italien (4.767).
Stefan Harasek, Präsident des Österreichischen Patentamts: „Diese fünf Prozent Wachstum sind sehr erfreulich und zeigen: Heimische Unternehmen investieren wieder mehr in Innovationen – und sie denken dabei zunehmend international.“
Wie schon in den Jahren zuvor war der Technologiebereich „Elektrische Maschinen, Apparate und Energie“ der mit den meisten europäischen Patentanmeldungen aus Österreich (223), gefolgt von „Bauwesen“ (157) und „Sonstige Spezialmaschinen“ (155). Letzterer ist auch der Bereich mit dem stärksten Wachstum mit einem Plus von 37,2 %. In den Bereich „Sonstige Spezialmaschinen“ fallen etwa 3D-Druckmaschinen und verschiedene Produktionswerkzeuge in der Industrie.
Unter den österreichischen Unternehmen nimmt der Kunststoff-Hersteller Borealis mit 173 Anmeldungen den Spitzenplatz ein – wie schon in den Vorjahren. Dahinter folgen Voestalpine (85), Julius Blum (73), Tridonic (62) und AMS-Osram (43).
Das Technology Dashboard des Europäischen Patentamts zeigt auch: Das Einheitspatent – seit 2023 der direkteste Weg zu Schutz in 18 EU-Staaten – wird in Österreich immer beliebter. 755 der insgesamt 1438 im Jahr 2025 für Anmelder:innen aus Österreich erteilten europäischen Patente wurden in einen einheitlichen Schutz umgewandelt. Mit diesem Anteil von 52,5 % (2024: 46,6 %) liegt Österreich klar über dem EU-Schnitt von 40,7 % – und weit über dem weltweiten Durchschnitt von 28,7 %.
Mehr Infos: Technology Dashboard des Europäischen Patentamts
24. März 2026