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Studie: Start-ups und IPR

Hauptinhalt:

  • Überlebensrate für Start-ups mit IPR um 13 Prozentpunkte höher
  • Jedes 13. Start-up weist zumindest eine IPR-Anmeldung auf
  • Positive Wahrnehmung von IPR in Bezug auf Unternehmenserfolg

 

Eine durch das Österreichische Patentamt beauftragte Studie der Wirtschaftsforschungsagentur Risk Re liefert erstmals ein umfassendes Bild über den Umgang von Start-ups in Österreich mit gewerblichen Schutzrechten (IPR – Intellectual Property Rights). Dazu gibt es für Österreich erst wenige Untersuchungen, welche sich meist auf eng definierte Gruppen beziehen.

Im Kontrast dazu legt diese Studie das Augenmerk bewusst auf die Gesamtheit der Unternehmensneugründungen in Österreich, um die Situation des Gros der GründerInnen abzubilden. Die Analyse zeigt, welche Bedeutung IPR für Unternehmensneugründungen in Österreich haben und wie sich die Anmeldung dieser Schutzrechte im wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen widerspiegelt.

Überlebensrate für Start-ups mit IPR um 13 Prozentpunkte höher

Die Unternehmensneugründungen des Jahres 2010 wurden auf ihren Unternehmensfortbestand bis 2015 untersucht. So beträgt die Überlebensrate der 2010 gegründeten österreichischen Start-ups, die zumindest ein gewerbliches Schutzrecht (Patent, Marke oder Gebrauchsmuster) angemeldet haben, durchschnittlich 78%. Jene der Unternehmen ohne Schutzrecht beläuft sich hingegen nur auf 65,1%. Der Unterschied zwischen den beiden Gruppen ist statistisch signifikant. Diese Beobachtung kann viele Gründe haben: Zum Beispiel kann es sein, dass Unternehmensgründer*innen, die IPR anmelden, insgesamt informierter sind und bewusster handeln.

Darüber hinaus scheint es Anzeichen zu geben, dass frühe Patentanmeldungen mit einer etwas höheren Überlebensrate einhergehen als spätere. Dies weist darauf hin, dass es wirtschaftlich vielversprechender ist, ein Unternehmen zu gründen, wenn bereits eine (mehr oder weniger ausgereifte) Erfindung vorliegt, die den Kern der Unternehmenstätigkeit und des Unternehmenswerts bilden kann.

Jedes 13. Start-up weist zumindest eine IPR-Anmeldung auf

In der statistischen Analyse wurde bei 6,3% der neugegründeten Unternehmen zumindest eine nationale Markenanmeldung identifiziert. Bei Patenten und Gebrauchsmustern sind es 1,7% bzw. 0,5%. Zum Vergleich: EU-weit sind ungefähr 0,9% der Klein- und Mittelunternehmen (KMU) Patentinhaber, zeigt eine aktuelle Analyse des Europäischen Patentamtes und dem Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO). Allerdings behandelt letztere Publikation die Gesamtheit der KMU ungeachtet ihres Gründungszeitpunktes. Österreichische Start-ups sind im Schnitt also deutlich aktivere IPR-Nutzer, als etablierte KMU im EU-Schnitt das sind.

Positive Wahrnehmung von IPR in Bezug auf Unternehmenserfolg

Eine Umfrage unter 2.917 Unternehmen mit einer Antwortquote von 3,2% hat ergeben, dass der Umgang mit IPR für rund ein Drittel der antwortenden Manager*innen ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie sei. Zudem gibt es in fast der Hälfte der Unternehmen interne Überlegungen zum Umgang mit gewerblichen Schutzrechten, wobei begrenzte finanzielle und personelle Ressourcen als wesentliches Hindernis hierfür gelten.

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