Eine aktuelle Studie des Europäischen Patentamts (EPA) zeigt, dass Frauen in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) europaweit weiterhin unterrepräsentiert sind – von Deep-Tech-Unternehmen über Patentberufe bis hin zur Wissenschaft. Besonders beim Patentieren besteht ein deutliches Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern. Auch Österreich weist weiterhin Aufholbedarf auf, gleichzeitig werden in der Studie Initiativen des Österreichischen Patentamts als europäisches Best-Practice-Beispiel hervorgehoben.
Der Anteil von Erfinderinnen liegt in Österreich laut Studie bei 8 Prozent und damit deutlich unter dem Niveau anderer Länder wie Spanien (19,2 Prozent) und Portugal (15,7 Prozent).
Die Untersuchung bestätigt außerdem das Phänomen der sogenannten „leaky pipeline“: Der Frauenanteil nimmt entlang des Karrierewegs von der Promotion bis zur patentierten Erfindung kontinuierlich ab. Besonders gering ist in Österreich die Wahrscheinlichkeit einer Patentanmeldung durch Frauen nach dem Studienabschluss (unter 0,50 Prozent).
Zu den Initiativen des Österreichischen Patentamts, die Chancengerechtigkeit fördern, werden in der Studie insbesondere folgende genannt: unsere Stakeholder-Umfrage zur Identifikation spezifischer Barrieren, unser Mentoring-Programm „Buddy for Her“, unser Patentamts-Podcast „Blitzgscheit“ mit seinen zahlreichen weiblichen Role Models sowie unsere Staatspreis-Patent-Sonderkategorie „Matilda“, die Organisationen auszeichnet, die Frauen in der Innovation gezielt fördern.
Die gesamte Studie hier: “Förderung von Frauen in MINT”
03. März 2026